Nikolas Raeth hat erst vor kurzem bei einem Hallenmeeting in Leipzig mit einer gewaltigen Steigerung auf starke 48,38 Sekunden überrascht, und sich damit in die DLV Spitze der Viertelmeiler seiner Altersklasse katapultiert. Eigentlich nutzt der Hürdenspezialist die Hallensaison dazu, etwas für die Wettkampfpraxis zu tun und seine Form für die bevorstehende Saison zu überprüfen und zu optimieren. Dass der Langhürdler nun auch auf der Flachstrecke in die nationale Spitze vorstößt war nicht zwingend zu erwarten.
Schon im Vorlauf der Titelkämpfe im Sindelfinger Glaspalast hinterließ der „lange“ Sprinter einen starken Eindruck. Mit 48.60 Sekunden qualifizierte er sich souverän für den Endlauf. Trotz großer Anspannung konnte der Gymnasiast in der Nacht zum Finale Kraft tanken. Der Titel wurde in zwei Finalläufen auf den 4 Rundbahnen mit den überhöhten Kurven ermittelt. Raeth startete im Ersten auf der Außenbahn und versuchte von Beginn an für klare Verhältnisse zu sorgen. Bis etwa 50m vor dem Ziel war es ein souveräner Lauf, doch dann wurde es noch einmal eng. Noah Duda von der TG Konz kam noch einmal gefährlich auf, doch der Sölter konnte in 48,77 Sekunden den Lauf für sich entscheiden. Nun folgten bange Minuten des Wartens. „Was passiert wohl im zweiten Finallauf, schaffe ich es aufs Podest“, erinnert sich Raeth an seine Gedanken vordem Rennen der Kontrahenten. In einem wilden Rennen wurden hier im Kampf um die Plätze sogar die Ellenbogen eingesetzt. Tjark Schult von der LG Flensburg konnte sich aus all dem heraushalten und siegte souverän in 48,39 Sekunden und wurde Deutscher Meister. Sein Jubel war riesig, doch auch der Salzgitteraner Nikolas Raeth riss am Rande der der Bahn die Arme in die Höhe, als er an der Anzeigetafel erkannte, dass er Deutscher Vizemeister wurde. Nun freut er sich auf die Freiluftsaison und hofft auf das große Ziel Jugend WM in den USA.
Manfred Spittler







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