Eigentlich spielte noch vor kurzem der Fußball bei dem noch 18jährigen Nachwuchsathleten eine ebenbürtige Rolle im Sport, war er doch beim heimischen SV Union einer der Leistungsträger der erfolgreichen Jugendmannschaft. Seine bemerkenswerten Leistungssprünge in der Leichtathletik, insbesondere auf die Viertelmeile mit den 91.4 cm hohen Hürden, gaben jedoch dem sportlichen Weg von Nikolas einen klaren Focus. Im Jahr 2025, seinem ersten in der Altersklasse U20, steigerte sich der Gymnasiast auf beachtliche 53,38 Sekunden über die 400m Hürden und wurde im Endlauf der „Deutschen“ als einer der Jüngsten im Finale auf Platz fünf mit 53,59 Sekunden gestoppt. Spätestens jetzt war neben der Sportart auch die Disziplin gefunden. „Ich mag die Disziplin, in der nur akribisches Training, komplexe Trainingsgedanken zum Erfolg führen“, seine Philosophie.
In der Halle wird die Viertelmeile zwar nur ohne Hürden gelaufen, aber auch ohne Hindernisse ist der junge Mann, der im Landeskader und mittlerweile sogar in der Förderung des DLV steht, zu einer Nachwuchsgröße herangereift. Nachdem er im letzten Jahr als noch 17jähriger mit 49,99 Sekunden in Dortmund erstmals unterm Hallendach die begehrte 50 Sekundenmarke unterboten hatte, ging er bei den diesjährigen Hallenmeisterschaften in Hannover als klarer Favorit ins Rennen. Schon nach dem Start nutzte er seine verbesserte Sprintfähigkeit (60m in 7,05 Sek.) und lief schnell seinen Kontrahenten davon, um nach den zwei Hallenrunden mit den überhöhten Kurven als klarer Sieger in der neuen Bestmarke von 49,59 Sekunden als NLV Meister über die Ziellinie zu stürmen. Viel Zeit zum feiern hatte er nicht, denn schon am nächsten Tage musste er in den Startbock für das 200m Finale steigen. In einem aggressiv aber stilistisch sehenswerten Rennen ließ der fast 1,90m lange Sprinter in einer vorzüglichen neuen Bestzeit von 22,22 Sekunden auch hier keinem Kontrahenten aus Niedersachsen eine Chance. Beide Leistungen ermöglichen dem sympathischen Sportler die Teilnahme an den Deutschen U20 Meisterschaften in Sindelfingen. Sein Talent hat der Sölter sicherlich auch den genetischen Wurzeln seiner Eltern zu verdanken, denn Vater Torben stand als Hochspringer der Klasse M35 als Vizemeister bei Deutschen Masters 2014 auf dem Podest und Mutter Iris hat es in jungen Jahren im kurzen Sprint zu regionalen Meisterehren gebracht. Es ist bemerkenswert, dass der junge Athlet nicht nur seinem Heimatverein die Treue hält. Er unterstützt das heimische Trainerteam sogar mit teils neu gewonnenen Trainingserkenntnissen aus dem Kadertraining bei der Trainingsgestaltung.
Drei weitere Starter des Vereins rundeten das gute Ergebnis des Salzgitteraner Vereins ab. Jonas Thierfelder beförderte in der Klasse M15 die 4kg Kugel auf die neue Bestleistung von 11,53 und kam auf Platz drei. Ole Behrens erfreute ebenfalls mit der Kugel. Der Sechzehnjährige kam mit 10,65m gegen deutlich ältere Konkurrenz im Finale auf Platz 8. Und Philine Fischer ergänzte das erfolgreiche Union Quartett mit guten 10,08 über 60m Hürden und der Qualifikation für das Finale.
Mas/Manfred Spittler
RSS-Feed