Melanie Bremer ist Mutter einer kleinen Tochter und um sich voll und ganz auf die Meisterschaft konzentrieren zu können, musste das Töchterchen Kaja beschäftigt werden. Natürlich waren die Großeltern Conni und Vollblutleichtathlet Karl-Heinz mitgereist und somit hatte die Mama und auch der aktive Papa Björn Entlastung, aber auch die größten Fans dabei. Den Einstieg ins umfangreiche Programm machte W45 Athletin Bremer mit dem Kugelstoßen. Nach einem ausgezeichneten Einstig von 9,31m ein noch besser getroffener zweiter Versuch, der nach 9,49m in den Boden einschlug. Das bedeutete neben dem Sieg gegen eine fast gleichwertige Kontrahentin Christine Piehotzki (MTV Schöningen 9,31m), auch noch ein neuer Kreisrekord. Kaum eine Stunde später ein völlig anderer Bewegungsablauf, es ging es zum Dreisprung. Nach drei Versuchen unter der 9-Metern-Marke waren einige technische Korrekturen fällig. Dann im Vierten nach Hop, Step und Jump der Rekordsprung auf 9,35m und natürlich die Meisterschaft. Drei weiter Vereinskameraden rundeten mit beachtlichen Leistungen diesen ersten Tag ab. Der M35er Maximilian Duschek rannte über die harte 200m Sprintstrecke in 25,32 Sekunden zu Silber, während Manfred Spittler (M70) im Hochsprung mit 1,20m dritter wurde und Christoph Olbrich mit 25,67m im Speerwurf dieser Klasse als vierter nur knapp das Edelmetall verpasste.
Am zweiten Tage sollte Melanie Bremer ihre Siegesserie fortsetzen. Im Weitsprung landete die vielseitige Athletin und Trainerin in ihrem besten Versuch nach 4,20m ihren dritten goldenen Streich. Natürlich hatte sie auch in ihrer Spezialdisziplin dem Speerwurf das wertvollste Edelmetall im Visier. Nach einer tollen Serie traf Bremer den 600g schweren Speer im letzten Versuch fast ideal, so dass dieser auf 32,56m segelte und sie damit den Titel 4 eingefahren hatte. Auch diese Leistung geht als neuer Kreisrekord in die Bücher ein. Ihr Partner Björn Lippold wollte ebenfalls seinen Beitrag leisten. Nach langer Verletzungspause gab es wieder ein Landestitel für den Hammerwurfspezialisten, allerdings mit dem Diskus. Auch er nutzte den letzten Versuch um mit 32,14m in der Klasse M40 den den weitesten Wurf zu landen. Maximilian Duschek brachte das Kunststück fertig einen kompletten Medaillensatz zu sammeln. Nachdem er am ersten Tage Silber über 200m erlaufen hatte, sprintete er über 100m der M35er in 12,46 Sekunden auf Platz drei. Im Weitsprung katapultierte er sich dann auf 5,65m. Das war der Flug zu Gold geflogen und er hatte sogar eine größere Weite als der M30 Sieger in die Grube gezaubert.
Mas/Manfred Spittler
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