Nikolas Raeth gehört schon seit einigen Jahren zu den herausragenden Talenten der Ursprungssportart in unserer Region. Eine beträchtliche Titelsammlung und die Zugehörigkeit zum DLV Nachwuchskader belegen dies eindrucksvoll. Den großen Durchbruch hat er jedoch am Wochenende vollzogen.
Vor den „Deutschen U20“ hat der lange Sölter, der vor einigen Wochen Deutschen Jahresbestzeit über die Langhürden mit 51,48 Sekunden gelaufen ist, seine Ziele formuliert: „Ich möchte den Titel und natürlich auch die die WM Teilnahme in Eugene (USA)“. Bei den Titelkämpfen Im westfälischen Lohreheidestadion wurde es dann ernst. Gleich im ersten von vier Vorläufen ließ er keinen Zweifel daran seinem Vorhaben in die Tat Umzusetzen. Mit einem kontrollierten Rennen und starkem Finish konnte er als Sieger mit hervorragenden 51,94 Sekunden seinen Gegnern Respekt einflößen.
Das Finale sollte sich bis kurz vor dem Ziel spannend gestalten. Nikolas Raeth startete auf Bahn 4, lief im 14er an und Sebastian Schuch aus Dresden, der mit 52,06 Sekunden zweitschnellte Läufer des Vorlaufes, auf Bahn 8. Während Raeth eher kontrolliert aber zügig begann, lief Schuch aggressiv an und ging mit leichtem Vorteil über die sechste Hürde, bevor eine Verletzung das Aus für ihn bedeutete. Über die neunte Hürde stürmten noch fünf Läufer fast gleichzeitig. Danach setzten sich Raeth und Magnus Skupin-Alfa (LG Offenburg) immer mehr ab, das beste Finish hatte aber Nikolas Raeth, der jubelnd nach 51,59 Sekunden vor seinem 51,75 laufenden Kontrahenten die Deutsche Meisterschaft erkämpfte und strahlend bis zu den aufgereihten Fotografen seinen Auslauf genoss. Als Lohn gab es nicht nur Gold für die Meisterschaft. Vater Torben nahm später am Laufbahnrand seinen Sprössling stolz in die Arme und flüsterte ihm ins Ohr:“ Nun hast Du die Fahrkarte zur WM in Eugene endgültig gelöst,“. Unmittelbar nach der Veranstaltung wurden die WM Teilnehmer für das große Ereignis auch eingekleidet.
Manfred Spittler
RSS-Feed