Das Nachwuchstalent ist im letzten Jahr in den Kader des Deutschen Leichtathletikverbandes aufgenommen worden und hat somit ideale Voraussetzungen für die Entwicklung zu einem zukünftigen Spitzenathleten. Die im Training und Trainingslager angedeuteten Möglichkeiten hat der Hürdenspezialist bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften in Sindelfingen dann auf die 200m Rundbahn gezaubert. Mit der Deutschen Vizemeisterschaft in der Klasse U20 in 48,60 (Im Vorlauf 48,38) hat er überraschenderweise sogar die Spezialisten auf den Flachstrecken geärgert und seine Möglichkeiten für die Freiluftsaison angedeutet.
Nun wollte er diese ausgezeichnete Grundlage auch auf der 400m Strecke mit den geliebten, aber auch gehassten Hürden in ein entsprechendes Resultat umsetzen. Beim Saisonauftakt in Hannover hatte er mit dem Flensburger Tjark Schult dann auch einen hochkarätigen Gegner neben sich. Nach dem Startschuss rannte Raeth sauber über die erste der zehn gute 91cm hohen Hürden. Im 14er Rhythmus ging es durch den Hürdenwald und erst kurz vor Schluss zwang die Übersäuerung zum Rhythmuswechsel. „Eigentlich lief es gut und die neue PB bestätigt das ja auch, aber mein Trainer meinte , wenn ich im 13er angehen würde, könnte ich noch mehr Druck im ersten Teil des Rennens machen, damit die Zeitmessung noch früher stehen bleibt“ , der Kommentar nach dem Rennen. Es war ein starkes Rennen mit zwei Kopf an Kopf kämpfenden Kontrahenten, welches der Salzgitteraner knapp für sich entschied. In 52,89 Sekunden hatte Nikolas Raeth 0,05 Sekunden Vorsprung vor seinem Kontrahenten aus dem hohen Norden. Mit dem Lauf hat der 1,90m große Athlet zwar die Norm für die Weltmeisterschaftsnorm für Eugene (USA) um 0,64 Sekunden verpasst (noch), aber sich mit dem Sprung auf Platz 2 der Deutschen Jahresbestenliste zu einem der Favoriten der Deutschen Jugendmeisterschaften in Bochum-Wattenscheid gemacht. Die nächste Chance zur Erfüllung des „USA –Traumes“ bietet sich Raeth beim top besetzten „Golden Oval“ am 31,Mai in Dresden.
Mas Manfred Spittler
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